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Die Schleppjagd - ein Sport, der fasziniert!

Die moderne "Jagd" hoch zu Ross hinter einer Hundemeute hat schon lange nichts mehr mit aktivem Jagen auf lebendes Wild zu tun! Dies ist längst untersagt, dennoch haben sich Brauchtum, Tradition und Faszination dieser ursprünglichen Art der Hatz bis heute erhalten und prägen so das Gesamtbild einer modernen Sportart. Im Kern steht nach wie vor der Ablauf einer solchen Jagd auf lebendes Wild. Jedoch wird das fliehende Tier durch eine künstlich gelegte Fährte imitiert. Ein durch und durch unblutiger Sport!

Ein sogenannter Schleppenleger reitet eine vorab festgelegte Strecke ab und legt die Fährte. Auf diese Duftspur, genannt Scent, sind unsere quirligen Beagles trainiert. Mit Passion und Schnelligkeit, vor allem aber mit hellem Geläut, verfolgen sie jene Fährte und "ziehen" die teilnehmenden Reiter hinter sich her. Da sich ein lebendes Wild auf der Flucht quer Feld ein begibt, wird die Jagdstrecke mit Hindernissen, die möglichst natürlich sein sollen, präpariert. Hindernisse, Hundegeläut und das Galoppieren in der Natur stellt den Reiz dieser Sportart dar!

Eine Jagdstrecke ist unterteilt in verschiedene Schleppen, meist 2 - 3 Kilometer lang, auf denen der Duft gelegt wird und man hinter den Hunden galoppiert. Zur Hälfte gibt es meist einen "Stop", bei dem sich Reiter, Hunde und Pferde erholen können. Abschließend der Jagd gibt es für die Hunde einen Rinderpansen, symbolisch dem erlegten Wild. Die Reiter erhalten einen sogenannten Bruch, je nach Jahreszeit Laub- oder Nadelzweig, gemäß dem Jagdbrauchtum eines Waidmannes. Die klassische Jagdsaison beginnt im Herbst und geht bis November/Dezember. Je nach Region, Bodenverhältnissen und Grundrechten auch bis Ende März.

Die Schleppjagd, die wir so lieben, verbindet Stil, Tradition, Brauchtum und eine sportliche Herausforderung im Einklang mit Natur, Tier und Mensch.

Die Schleppjagd - ein Sport, der fasziniert!