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Seligenporten 20./21. Oktober 2017

Stets um den 20. des Oktobers steht Seligenporten im  Fokus der Jagdreiterei. Bereits seit 1976. Eine Tradition, die bis heute anhält. Die die Gelegenheit zur Flucht aus dem Alltag bietet und zeitgleich damit einhergehend große Freude am Reiten nicht zu kurz kommen lässt. Vom herausfordernden Anspruch an Ross und Jäger, den jene Hatz noch vor Jahren an seine Teilnehmer hatte, ist wenig geblieben. Seligenporten galt als schwierig. Eher als sehr schwierig, denkt man an die 80’er sowie 90’er Jahre zurück. Längst hat man den Grad zur Überwindung des inneren Schweinehundes deutlich reduziert, so dass man nun mit einer fairen Strecke, die von Jung und Alt gleichermaßen gut zu Reiten ist, punktet. Gräben können umritten werden, die festen Hindernisse haben an Höhe verloren. Die Wiesen bieten nach wie vor einen idealen Nährboden, um eine natürliche Wildjagd über freies Feld zu imitieren. So konnte man stets den Charakter einer authentischen Hatz beibehalten. Der Freitag wird obligatorisch im Hofe Rüdiger Martins zelebriert, bei Rotwein, Snacks und herrlichem Smalltalk. Vor allem aber bei ungezwungener Atmosphäre. Der Jagdtag selbst ist dem Datum entsprechend meist nach irischem Vorbild, worunter das Geläuf selten leidet. Selbst über jene weiten Wiesenschleppen können sich unsere Beagles von ihrer besten Seite präsentieren und legen ordentliches Tempo vor. Hessische Beagles auf fränkisch historischem Jagdboden – das muss einfach gelingen. Tut es auch. 2016 konnten wir nach langer Zeit endlich wieder in Seligenporten zu Gast sein und schätzen uns glücklich auch im Folgejahr erneut hier sein zu dürfen.

Bei der zünftigen Party in der Klostergaststätte zelebrierte man Jagdkultur in höchster Form – bis in die Morgenstunden. Darin jedoch, hat sich in Seligenporten nichts geändert. Und das seit 1976!

Philipp Jakob

Bilder - von unserem neuen Mitglied Patricia Florack - Danke dafür :)