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Roth-Kiliansdorf zum XXIX. Mal – Premiere für die Vogelsbergmeute

24.9.2017

Am Vortag der Jagd zu Sonntag war bereits die gesamte Herzlichkeit des Jagdclubs Roth-Kiliansdorf für unsere Vorhut der Vogelsbergmeute zu spüren. Im Clubheim der Gastgeber, das gut und gerne an einen einladenden Pub erinnert, war Zeit für angenehme Gespräche und einen entspannenden Drink in jagdlicher Atmosphäre.

Rund 70 Reiterinnen und Reiter aus Norddeutschland, dem Badischen, aus Süddeutschland und aus Hessen folgten der Einladung und dem tadellosen Ruf, den sich der Verein mit seinen Veranstaltungen über die Jahre hin aufgebaut hat. Der Fokus dieser Jagd steht nicht, wie so oft, ausschließlich in der sportlichen Herausforderung für Ross und Reiter. Vielmehr hat sich der Club auf die Fahne geschrieben, sowohl das Gefühl „Jagdreiten und Wohlfühlen wie zu Hause“ zu vermitteln. Dieses Wir-Gefühl war bereits zum Stelldichein spürbar, da dieses zwar ausgiebig aber nicht zu langanhaltend für die Jagdgesellschaft war. Ungezwungen trifft es sehr gut. Aber auch die Anforderungen so zu stecken, dass der erfahrene Jagdreiter auf seine Kosten und der Neueinsteiger mit einem guten Gefühl nach Hause kommt, ist das Versprechen, das die Rother gekonnt einhalten und dabei nach wie vor eine sportlich, knackige Jagd organisieren.

Nach kurzer Ansprache des Hausherren Markus Kratzer, gut 200 Meter vom Hof, bis die Schleppenleger den Hahn aufdrehten. Die Beagles am Waldrand. Lauthals und voller Erwartung. Das Jagdfeld hielt inne und genoss das hessische „Soundorchester“, das auf den kommenden 2 Kilometern Schleppe ebenfalls ihre Schnelligkeit unter Beweis stellte. Ohne Hindernisse war dieser Run ideal, um sich einen ersten Eindruck von unserer Meute und der Strecke zu verschaffen. Sportlich sollte es werden – war also nun jedem klar. Es folgten kurvige Lines, die auf Sandboden tadelloses Geläuf boten und im Wechsel zwischen Wald und offenem Feld konzentriertes Reiten abverlangten. Kurze Schrittphasen zum jeweils nächsten Anlegepunkt ließen den jagdlichen Eifer nicht abreisen, stets Wasser für die Hunde nach jedem Abschlagen waren das Indiz für eine durchdachte und kompetente Organisation. Die Kulisse über den Hügeln vor den Ufern des Rothsee – unbezahlbar. Malerisch. Einmalig. Ein kühles Pils im nebenliegenden Wiesengrund. Stopp und Zeit für kleine Gespräche. Zurück ging es noch mal kurvig durch den Wald mit abschließender Schleppe über die sogenannte Hoyweide in Kombination einer Sprungreihe. Strahlende Gesichter brachten den überwundenen inneren Schweinehund zum Ausdruck. Gaben sich die Hand. Was war es wieder schön gewesen.

Die Hunde erhielten am Jagdstall ihren wohlverdienten Rinderpansen, symbolisch dem erlegten Wild. Zum Waidmannsheil und Waidmannsdank nahmen die Reiter ihren Bruch entgegen. Mancher wurde vom edlen Ross stibitzt. Viel zu schnell endete ein außerordentlich toller Jagdtag voller positiver Impressionen und guter Werbung für unseren Sport hinter den Hunden.

Lieber Markus, liebe Rother, ihr habt uns einen Tag beschert, den wir uns nicht besser hätten vorstellen können. Eure Hingabe ist vorbildlich. Behaltet es bei!

Wundervoll, dass wir diesen Tag mitgestalten konnten!

Eure Hunde & Equipage der Vogelsbergmeute  

Philipp Jakob


Foto: Doris Frank-Schneider (Roth) - ihre weiteren Bilder sind nur einen Klick entfernt.

Fotos von Klaus Schreiber folgen in Kürze und sind dann hier zu finden.

Übrigens könnt ihr hier mal auf die Website unserer Rother Jagdfreunde sehen, um Euch einen Einblick über deren Vereinsleben zu verschaffen.